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Val Furva - Cevedale/Königsspitze

Voller Erwartungen treten wir nach Ostern 4 Skitourentage im uns unbekannten Gebiet Sta. Catarina/Val Furva an. Erst am späten Nachmittag steigen wir ca. 1 Stunde gemütlich zum Rif. Branca hinauf. Dort erfreut uns ein herrli-cher Blick in eine wunderschöne Gletscherwelt. Den Sonnenuntergang geniessen wir vor der herrlich gelegenen Hütte mit einem Glas Chianti. Nach einem feinen Nachtessen ziehen wir uns in unseren "Sechser-Schlag" zurück und schlafen bestens. 

Am frühen Morgen starten wir bei schönstem Wetter Richtung Monte Pasquale. Die Vormittagshitze setzt uns beim letzten Aufstieg etwas zu. Die Kondition lässt zu Wünschen übrig! Die Aufmunterungen unseres Führers lassen uns jedoch neue Kräfte freisetzen. Oben angelangt werden wir für die Anstrengungen belohnt. Eine wunderschöne Aus-sicht im Ortler-Gebiet und hinüber auf die herrlichen Gletscher lassen die Blasen an den Fersen ganz vergessen! Die Abfahrt auf unterschiedlichem Schnee (Pulver, Bruchharst, Firn und Sulz) ist sehr lustig und erfordert akrobatisches Können!! Im Rif. Pizzini lassen wir uns mit feinen italienischen Spezialitäten verwöhnen. Bis in den späten Abend tauschen wir mit unserem Führer und den anderen Bergkameraden verschiedenste Erlebnisse aus. Auch in dieser Hütte werden wir in 6er-Zimmer untergebracht, was für Hüttenverhältnisse sehr komfortabel ist. 

Am nächsten Morgen ist der Himmel grau verhangen. Trotzdem entschliessen wir uns, den Gran Zebrù in Angriff zu nehmen. Wer weiss, vielleicht öffnet sich die graue Decke noch!! Dem ist leider nicht so. Bei stürmischem Wind und Schnefall erreichen wir um die Mittagszeit den Gipfel. So ein wenig "Everest-Gefühle" kommen auf und wir erleben und erfahren, wie schnell sich das Wetter und die Verhältnisse in den Bergen verändern können. Wichtig ist, dass unsere Gruppe schön zusammenbleibt. Wir müssen unserem Führer vollends vertrauen, denn die Sicht ist miserabel. Auch die Riemen unserer Steigeisen müssen wir immer wieder kontrollieren. Beim Abstieg zum Skidepot hoffen wir vergeblich auf Aufhellungen. Trotzdem erreichen wir am frühen Nachmittag stolz und zufrieden unser Rif. Pizzini.

Am letzten Tag unserer "Expedition" schneit es heftig und die Lawinengefahr steigt zusehends. Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als einen Schlusstrunk zu nehmen, zu philosophieren und dann doch noch die Abfahrt ins Tal und die Heimreise anzutreten. Als Zückerchen können wir noch einen Einsatz des Italienischen Pannendienst be-staunen (an einem unserer Wagen!) Michi danken wir für die tolle Führung. Die Erlebnisse dieser Tage werden wir in guter Erinnerung behalten!

Anita Pfister